Einfach "subber": Kleidertausch in Stuttgart!

Katharina lebt in Stuttgart und hat ihre Nachbarschaft auf nebenan.de ins Leben gerufen. Mit Nachbarinnen hat sie eine Kleidertauschparty veranstaltet. Macht Spaß und ist nachhaltig.

"Hi, ich heiße Katharina und lebe zur Zeit in Stuttgart, bin aber in meinen jungen Jahren auch schon viel umgezogen. Ich bin Ukrainerin und aus meiner Kindheit eine große Familie mit vielen Menschen gewohnt. Das fehlt mir seitdem hier in Deutschland. Deswegen finde ich es auch immer toll eine Gruppe von tollen Menschen um mich zu haben, da es mir ein wohlig-heimatliches Gefühl gibt. Natürlich ist das ziemlich schwierig, wenn man - so wie ich - in den letzten Jahren oft umgezogen ist. Da Stuttgart nicht unbedingt für seine Gastfreundschaft und warmherzige Empfänge für Zugezogene bekannt ist, bin ich froh über die Möglichkeit auf nebenan.de mit den Leuten aus meiner Umgebung in Kontakt zu kommen. Während meines Umzugs von Hamburg nach Stuttgart musste ich feststellen, dass ich einfach zu viele Klamotten habe. Meine Kleidergröße hat sich seit meiner Teenagerzeit nicht drastisch verändert, sodass es nie wirklich Grund gab auszusortieren. Um nicht mehr die Häme meines Freundes zu ertragen, der sich über meine sich stapelnden Kartons lustig gemacht hat, beschloss ich auszumisten. eBay, Kleiderkreisel und Co. habe ich schnell verworfen. Ich hätte meinen eigenen Onlineshop in Vollzeit betreiben müssen, um alles einzeln zu fotografieren, hochzuladen und dann zu verhandeln.

Bei meinem Auslandssemester in England hat mich eine kanadische Kommilitonin zu einer Kleidertauschparty mitgenommen. Daran erinnerte ich mich und dachte mir: Perfekt, das probieren wir gleich mal auf nebenan.de aus. Die Einladung war schnell verfasst. Am nächsten Tag hatte ich schon etliche Nachrichten in meinem Postfach und habe mich darüber sehr gefreut. Letztlich waren 10 Nachbarinnen an einem Samstag Nachmittag bei mir. Wir haben uns ein tolles Kuchenbuffet organisiert und alle haben noch eine Kleinigkeit mitgebracht. In gemütlicher Runde haben wir dann Kaffee getrunken und leckere selbstgemachte Süßigkeiten gemampft. Um die Situation etwas aufzulockern hat jemand eine Vorstellungsrunde vorgeschlagen. Diesen Programmpunkt werde ich ab jetzt immer mit einplanen! Das war ein toller Eisbrecher.

Die Kleidung haben wir auf Kleiderständer gehängt und abwechselnd vorgeführt. Dann läuft es ein bisschen wie bei einer Auktion: wer das Teil haben möchte meldet sich. Interessieren sich zwei Personen für das gleiche Stück, darf es zuerst diejenige anprobieren, die weniger Teile hat. Die Kleidung, die übrig blieb, wurde von uns an ein gemeinnütziges Projekt gespendet. Nebenbei haben wir uns über gute Restaurants, schöne Laufwege und die Zubereitung von Rohkost-Pralinen ausgetauscht. Am Ende sind alle nicht nur mit neunen Kleidungsstücken nach Hause gegangen (denn zu meiner Freude hatte jede von uns ein neues Lieblingsteil), sondern auch mit dem Gefühl ein paar neue Freundinnen gefunden zu haben. Und für mich fühlte es sich endlich danach an, in meiner neuen Nachbarschaft angekommen zu sein.

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