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Joseph Haydn war der älteste der drei Giganten der Wiener Klassik und einer der größten Pioniere der Musikgeschichte. Seine innovative Kreativität war schier unermesslich, so hat er ganz neue Gattungen wie das Streichquartett, das Klaviertrio und die viersätzige klassische Sinfonie erschaffen und der Sonatenform ihre gültige Struktur gegeben, auf welcher dann Mozart und Beethoven aufbauen konnten. Seine Musik ist von universellem Ausdruck und deckt die ganze Gefühlspalette von tiefstem Ernst bis zu überschäumender Heiterkeit ab. Haydns über 50 Klaviersonaten sind ein wahrer Mikrokosmos, vier davon werden einen Eindruck über die große Bandbreite dieses Oeuvres vermitteln.
1837 lernt der polnische Komponist und Pianist Frédéric Chopin die Schriftstellerin George Sand kennen. Im Winter 38/39 unternehmen beide mit Sands‘ Kindern die viel zitierte Reise nach Mallorca, die Chopin gesundheitlich gar nicht gut bekommt. Er erholt sich anschließend ab Mai 1838 auf dem Landgut der Sand in Nohant, das er bis 1847 regelmäßig im Sommer aufsucht. Dort entstehen seine schönsten und reifsten Kompositionen, die auch das Licht des Sommers dort auf dem Land atmen. Aber es gibt auch ein reiches gesellschaftliches Leben dort. So besucht etwa der Maler Eugène Delacroix die beiden und ist dort auch schöpferisch tätig. Der Konzertabend gibt ein Bild dieses Zusammenseins im Spiegel der dort entstandenen Kompositionen Chopins präsentiert vom Leiter der Konzertreihe "Musik im Forum" Hans-Günther Weber.
Schon einige Male konnten Besucher der „Musik im Forum“ die wunderbare Welt vierhändiger Kompositionen genießen. Diesmal führen uns Anna Fridman und Barno Akhmedjanova, zwei russische Pianistinnen in diese Welt ein mit Werken von J.S.Bach und seinem Sohn J.Chr.Bach, Franz Schubert, Felix Mendelssohn, Gabriel Fauré und Astor Piazolla. Aber beide stellen sich auch solistisch vor. Vielleicht ist den regelmäßigen Besuchern der Forumskonzerte Anna Fridman noch in bester Erinnerung. Nach der großen Coronapause startete sie die Konzertreihe im Mai 2023 wieder mit ihrer eindrucksvollen Präsentation „Beethoven und Goethe“. Dort zelebrierte sie Anekdoten dieser beiden Größen und bot Ausschnitte aus dem Werk Beethovens sehr eindrücklich dar.