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Jetzt kostenlos anmeldenDie Unfähigkeit zu trauern. Schweigen, Erinnerung und die Frage, was wir erkennen können – und was nicht 1967 veröffentlichten Alexander Mitscherlich und Margarete Mitscherlich ihr Buch „Die Unfähigkeit zu trauern“. Darin formulieren sie eine Diagnose, die weit über ihre Zeit hinausweist: Die deutsche Nachkriegsgesellschaft habe den Nationalsozialismus nicht wirklich verarbeitet, sondern sei ihm ausgewichen – durch Schweigen, Funktionieren und schnellen Wiederaufbau. Gemeint ist dabei nicht, dass niemand gelitten hätte. Gemeint ist etwas anderes. Trauer hätte bedeutet, sich mit Schuld, Mitverantwortung und dem Verlust eigener Selbstbilder auseinanderzusetzen. Sie hätte verlangt, Ambivalenzen auszuhalten: eigenes Leid und eigenes Tun, Verlust und Verstrickung. Stattdessen, so die These der Mitscherlichs, wurden viele dieser Erfahrungen abgewehrt. Man sprach nicht darüber, man arbeitete weiter, man schaute nach vorn. Dieses Schweigen blieb nicht folgenlos. Es prägte nicht nur die Kriegsgeneration selbst, sondern wirkt(e) auf Kinder und Enkel weiter. Viele kennen Situationen wie diese: Man fragt nach dem Krieg, und die Antworten bleiben vage oder brechen ab. Man spürt starke Emotionen, ohne dass je darüber gesprochen wurde. Man wächst mit klaren Regeln, Leistungsanforderungen und Ordnung auf – aber ohne Worte für Schuld, Angst oder innere Widersprüche. Die Mitscherlichs verstehen solche Muster nicht als individuelles Versagen, sondern als gesellschaftliche Struktur. Schweigen wird zur Normalität. Gefühle werden funktionalisiert. Konflikte werden vermieden. Das Buch ist daher mehr als eine historische Diagnose. Es stellt Fragen, die bis heute aktuell sind: Was geschieht, wenn belastende Erfahrungen nicht ausgesprochen werden können? Wie wirken nicht verarbeitete Geschichte und Schuld über Generationen hinweg weiter? Und was bedeutet das für die Fähigkeit einer Gesellschaft, sich selbst kritisch zu verstehen? In einer weiterführenden Perspektive rückt damit das Verhältnis von Wissen, Nicht-Wissen und Deutung in den Blick. Nicht alles, was verdrängt wird, verschwindet. Vieles bleibt wirksam, gerade weil es keinen Namen hat. Das betrifft auch heutige Formen von Fake: Gemeint sind nicht nur falsche Informationen, sondern Verschiebungen dessen, was überhaupt als glaubwürdig, relevant oder sagbar gilt. Wo solche Verschiebungen greifen, wird Erkenntnis nicht widerlegt, sondern umgangen. Ein weiteres Moment wird dabei sichtbar: die politische Nutzung von Kränkung und Selbstentlastung. Wo Trauer und Selbstkritik blockiert bleiben, wird kollektiver Narzissmus anfällig für Angebote, die Größe versprechen, Schuld umdeuten und Verantwortung „den anderen“ zuschieben. Solche Angebote wirken nicht trotz, sondern wegen ihrer emotionalen Entlastung – und sie knüpfen an lange eingeübte Muster des Schweigens und Funktionierens an. Eine Frage des Abends könnte daher lauten: Was kostet es uns – individuell und gesellschaftlich –, wenn Trauer, Erkenntnis und Selbstkritik durch Entlastung, Vereinfachung und bloßes Funktionieren ersetzt werden? Und was wäre gewonnen, wenn man diese Kosten nicht länger umgeht, sondern in den Blick nimmt? Die Veranstaltung richtet sich an alle Interessierten. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Eigene Erfahrungen, Fragen und Irritationen sind ausdrücklich willkommen.
Hallo liebe Nachbarn! 👋 Habt ihr Lust, die Welt der Technik nicht nur zu verstehen, sondern selbst zu gestalten? Die Initiative Arbeit im Bistum Mainz e.V. bietet in Offenbach und Darmstadt/Griesheim den Kurs „Einführung in die Robotik“ an. Wichtiger Hinweis zur Teilnahme: Der Kurs ist für euch kostenfrei, da die Teilnahme über einen Bildungsgutschein der Bundesagentur für Arbeit oder des Jobcenters gefördert wird. Das bedeutet, dass die Kosten komplett übernommen werden und ihr privat nichts dazu bezahlen müsst. Was euch erwartet: Mit dem LEGO® Education SPIKE™ Prime-System werdet ihr vom Konsumenten zum Gestalter: Bauen & Programmieren: Erlerne die Grundlagen der Robotik. Kreative Lösungen: Entwickle eigene Strategien für technische Herausforderungen. Teamgeist: Wachse gemeinsam mit anderen an spannenden Aufgaben. 📍 Standorte & Kontakt: Offenbach: Marienstraße 36 – Ansprechpartner: Toni Bechlievski Darmstadt / Griesheim: Donaustraße 19 – Ansprechpartner: Patrick Friedrich Alle Details zur Anmeldung und die Kontaktdaten findet ihr auf dem beigefügten Plakat. Scannt einfach den QR-Code für mehr Infos! Habt ihr Fragen dazu, wie ihr den Bildungsgutschein für diesen Kurs nutzen könnt? Meldet euch gerne bei den Ansprechpartnern auf dem Plakat! Herzliche Grüße, Toni Bechlievski
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