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Jetzt kostenlos anmeldenGedicht von Elisabeth Kulmann (1808-1825) Schlaft, liebe Blumen, schlafet, Mit weichem Schnee bedeckt, Bis euch des neuen Lenzes Gelinder Odem weckt! Jetzt herrscht im Land der Winter: Er selbst ein lieber Mann; Doch seine Stürme schnaubten Euch, Blumen, unsanft an. Drum, liebe Blumen, schlafet, Mit weichem Schnee bedeckt, Bis euch des jungen Lenzes Gelinder Odem weckt!
Gedicht von: Ludwig Eichrodt (1827-1892) Nicht nur der Sommer, sondern auch Der Winter hat sein Schönes, Wiewohl man friert bei seinem Hauch, So ist doch dies und jenes Im Winter wirklich angenehm, Besonders dass man sich bequem Kann vor dem Frost bewahren, Und auch im Schlitten fahren. Das weite Feld ist kreidenweiß, Wem machte das nicht Freuden? Die Knaben purzeln auf dem Eis, Wenn sie zu hurtig gleiten, Und ist nicht die Bemerkung schön, Bei Leuten, die zu Fuße geh'n, Dass sie schier alle springen Und mit den Händen ringen? Und wenn man sich versehen hat, Mit Holz, um einzuheizen, So muss die Wärme früh und spat Uns zum Vergnügen reizen, Man richtet mit zufried'nem Sinn Den Rücken an den Ofen hin, Und wärmet sich nach Kräften Für Haus- und Hofgeschäften.
Der erste Schnee, weich und dicht, Die ersten wirbelnden Flocken. Die Kinder drängen ihr Gesicht Ans Fenster und frohlocken. Da wird nun das letzte bisschen Grün Leise, leise begraben. Aber die jungen Wangen glühn, Sie wollen den Winter haben. Schlittenfahrt und Schellenklang Und Schneebälle um die Ohren! Kinderglück, wo bist du? Lang, Lang verschneit und erfroren. Fallen die Flocken weich und dicht, Stehen wir wohl erschrocken, Aber die Kleinen begreifens nicht, Glänzen vor Glück und frohlocken (1853-1916)
Willkommen hier zu Land! Wie reich du bist, mit Perlen Spielst du, als wär' es Sand! Den Hof, des Gartens Wege Hast du damit bestreut; Sie an der Bäume Zweige Zu Tausenden gereiht. Dein Odem, lieber Winter, Ist kälter, doch gesund; Den Sturm nur halt' im Zaume, Sonst macht er es zu bunt! Elisabeth Kulmann (1808 - 1825)