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Im Artikel wird mehrfach erwähnt, dass der Biberdamm den Wasserstrom verlangsamt habe und dadurch Keller überflutet wurden. Das klingt eindeutig, aber die tatsächlichen Zusammenhänge sind komplexer. Der Wettberger Bach ist seit Jahrzehnten begradigt, eingeengt und durch starke Versiegelung im Einzugsgebiet belastet. Diese Punkte sind in verschiedenen Unterlagen der Stadt Hannover und der Region dokumentiert, etwa in Gewässerentwicklungsplänen und Hochwasserbetrachtungen. Bei Starkregen kann das Wasser kaum versickern oder ausweichen. Ein Biberdamm kann den Abfluss beeinflussen – aber er ist nicht die Hauptursache für die Probleme. 1. Warum der Biber nicht einfach „schuld“ ist Biber bauen Dämme, wenn der Wasserstand zu niedrig oder zu schwankend ist. Das ist ein natürlicher Mechanismus. Die eigentlichen Ursachen für Rückstau liegen in: jahrzehntelanger Begradigung fehlenden Rückhalteflächen versiegelten Flächen in Ronnenberg, Empelde und Wettbergen Engstellen an Unterführungen zu kleinen Durchlässen Diese Zusammenhänge werden in nahezu allen Gewässerökologie‑Leitfäden beschrieben – der Biber reagiert nur auf die Bedingungen, die der Mensch geschaffen hat. 2. Warum man im Winter keinen Biberdamm öffnen darf – mit offizieller Dokumentation Das ist ein Punkt, der im Artikel nur halb erwähnt wird. Offizielle Stellen wie das Bundesamt für Naturschutz (BfN) und mehrere Landesämter für Umwelt weisen klar darauf hin: Das Öffnen eines Biberdamms kann den Wasserstand abrupt absenken. Der Biberbau fällt trocken. Die Jungtiere (und oft auch die Elterntiere) erfrieren oder verhungern. Diese Warnung findet sich u. a. in: Artenschutzinformationen des Bundesamts für Naturschutz Biber‑Management‑Leitfäden der Länder Bayern, Brandenburg, Sachsen Biberberater‑Handbüchern Alle betonen denselben Punkt: Der unter Wasser liegende Eingang des Baus ist der Frostschutz. Fällt der Wasserstand, sterben die Tiere. Deshalb ist die Gesetzeslage streng – nicht aus Prinzip, sondern aus Tierschutzgründen. 3. „Der Biber soll woanders bauen“ – warum das biologisch nicht funktioniert Biber wählen Gewässer nach klaren Kriterien: ausreichende Wassertiefe stabile Wasserführung Ufer, in die sie bauen können genug Nahrung in der Nähe Diese Kriterien sind in jeder fachlichen Biber‑Literatur beschrieben. Ein Biber kann nicht einfach „umziehen“, nur weil Menschen es gern hätten. 4. Technische Vorschläge wie Drainagerohre oder „Damm verkleinern“ Solche Maßnahmen können funktionieren – aber nur, wenn sie fachlich korrekt geplant werden. Wichtig ist: Biber verschließen Rohre, wenn sie fließendes Wasser hören (dieser Mechanismus ist in allen Biber‑Management‑Leitfäden beschrieben). Ein Rohr unter dem Bau wird oft sofort wieder zugebaut. „Damm verkleinern“ führt meist dazu, dass der Biber ihn wieder aufbaut – weil er den Wasserstand stabil halten muss. Der Satz „Der Biber ist nicht dumm und wird wieder bauen“ stimmt – aber das ist kein Problem, sondern seine Biologie. 5. „Der Naturschutz darf nicht über allem stehen“ – Einordnung Naturschutz steht nicht „über allem“, aber er ist ein gesetzlicher Rahmen, der verhindern soll, dass Tiere unnötig sterben. Eingriffe sind möglich – aber: nur mit Genehmigung nur außerhalb der Wintermonate nur so, dass Tiere nicht gefährdet werden Das ist kein Luxus, sondern geltendes Recht. 6. Nachhaltige Lösungen setzen am Gewässer an – nicht am Tier Wenn man die Probleme wirklich lösen will, braucht es: Rückhalteflächen Renaturierung Entschärfung von Engstellen größere Durchlässe technische Schutzmaßnahmen, die Biber akzeptieren Das schützt sowohl Anwohner als auch Natur------------** „Das zeigen auch offizielle Unterlagen: – Die Hochwasser‑ und Starkregenkarten der Region Hannover dokumentieren Überlastung, Engstellen und Rückstauprobleme am Wettberger Bach. – Der Gewässerentwicklungsplan der Stadt Hannover beschreibt Begradigungen, fehlende Retentionsräume und ökologische Defizite. – Umweltberichte der Stadt Ronnenberg weisen auf starke Versiegelung und problematische Durchlässe hin. – Fachinformationen des NLWKN erklären typische Rückstauprobleme an kleinen, begradigten Gewässern. – Und die Biber‑Management‑Leitfäden zeigen klar: Biber reagieren auf instabile Wasserstände, sie verursachen keine Hochwasser. Alle diese Quellen kommen zum gleichen Ergebnis: Die Probleme sind alt, strukturell und menschengemacht – nicht vom Biber verursacht.“*
Ich verkaufe einen gebrauchten Grill
war leider ein Fehlkauf, da der Farbton nicht passt, ich brauche "kaltweiß" und es ist "warmweiß"! 4 Stangen a 2 m mit Klebestreifen. Hab selber dafür ca. 70€ gegeben, für eine Tafel Schokolade geht's aber weg, das Haus ist zu klein für "Ladenhüter".
Limbo Altsaxofon Rucksack . Sehr guter Zustand