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Workshop »A Call to Art« mit Dagmar Bock, Nicolas Kakanou, Martha Laraba Sambe, Ana Ruth Salcido Roa & Frimousse Yacobi Ort: M.Bassy e.V., Schlüterstrasse 80, 20146 Hamburg Einritt: frei Bitte reservieren via: production.anasalcido[at]gmail.com Dieser Workshop bietet einen Raum für von Rassismus betroffene Künstler*innen sowie für Künstler*innen, die soziale oder ökonomische Barrieren auf ihrem Weg zur Verwirklichung ihrer künstlerischen Vision erfahren. Der Raum lädt dazu ein, zu jenem kreativen Impuls zurückzukehren, der jenseits von Sichtbarkeitsdruck, finanziellen Zwängen, Fragen der Legitimität und dem Kampf ums Überleben existiert. Er basiert auf dem Verständnis, dass künstlerische Kreativität aus etwas Tieferem, Größerem und Beständigerem hervorgeht als aus den Strukturen, Systemen oder Umständen, die uns umgeben. In Anerkennung der Realität von systemischer Unterdrückung und Ausgrenzung – insbesondere dort, wo sie von Rassismus betroffene Künstler*innen sowie Künstler*innen betrifft, die soziale oder ökonomische Barrieren erfahren – möchte dieser Raum Möglichkeiten eröffnen, über diese Bedingungen hinauszugehen und die Teilnehmenden mit ihrem kreativen Geist, ihrer künstlerischen Autonomie und ihrem Sinn für Zweck und Ausrichtung zu verbinden. Was geschieht, wenn wir die Inszenierung des Überlebens ablegen und zu unserem ursprünglichen Impuls zurückkehren – dem Schaffen um der Kreativität selbst willen? Der Raum erforscht, wie Tanz und somatische Praktiken Künstler:innen dabei unterstützen können, mit strukturellen Barrieren umzugehen und gleichzeitig mit ihrer künstlerischen Vision verbunden zu bleiben. Frimousse Yacobi ist ein zeitgenössischer Tänzer und Performer aus Benin. Er wurde an der Internationalen Tanzschule Irène Tassembedo (EDIT) in Burkina Faso sowie bei Multicorps in Benin ausgebildet und nahm an internationalen Workshops teil, darunter »Body for the 21st Century – Act 4« in Mali. Er arbeitete mit Choreograf:innen wie Marcel Gbeffa und Marguerite Salvy zusammen. Im Jahr 2025 realisierte er gemeinsam mit Rodrigue Sagbo Toviho das Stück »1+1=1«. Mit dem Solo »DÉSÉQUILIBRE«, gezeigt beim Festival Connexion, thematisiert er eine Welt, die durch Ungleichgewicht, Ungerechtigkeit und Konflikte geprägt ist. Nicolas Bertrand Amagan Kakanou ist Tänzer und Choreograf aus Togo. Seine Arbeit verbindet urbane Tanzstile mit zeitgenössischen und traditionellen Einflüssen. Nach seinen Anfängen im Breakdance gründete er die Gruppe Game Over Masterz und gewann mit ihr mehrere Wettbewerbe in Westafrika. Er arbeitete mit verschiedenen internationalen Compagnien zusammen und entwickelte eigene choreografische Arbeiten. Als Stipendiat des Programms Impuls Création Chorégraphique (ICC) 2025 erforscht er Verbindungen zwischen urbaner Bewegung, Ritual und zeitgenössischem Tanz. Martha Laraba Sambe ist eine multidisziplinäre Künstlerin, Autorin und Forscherin aus dem südlichen Teil des Bundesstaates Kaduna in Nigeria, die an der Schnittstelle zwischen afrikanischem spirituellem Wissen, dekolonialem Denken und sozialer Gerechtigkeit arbeitet. In ihren Arbeiten greift sie auf die animistischen Traditionen ihrer Vorfahren zurück, um die Schnittstellen zwischen Spiritualität und Politik, Erinnerung, Identität sowie die im Kolonialismus und der weißen Vorherrschaft verwurzelten Machtstrukturen zu erforschen. Sie ist Autorin der Autobiografie »Dear Bode, What the Fire Gave Me«, Schöpferin von »African Spiritualities« und »Spring of Wellness« sowie eine Performerin, deren Arbeit Rituale, körperliche Praxis und Geschichtenerzählen miteinander verbindet. Durch Schreiben, Forschung und Performance schafft sie Räume für kritische Reflexion, Heilung und kollektive Neugestaltung. Dagmar Bock lebt in Hamburg und arbeitet seit 1998 in den Bereichen Tanz, Theater und Performance. In ihren Projekten erforscht sie die Bedingungen von Begegnung und Gemeinschaft und richtet den Fokus auf Zugang und gesellschaftliche Teilhabe. Als Performerin arbeitete sie unter anderem am Staatstheater Nürnberg sowie mit der Cie Toula Limnaios, Sasha Waltz & Guests und Déjà Donné. Nach ihrem Studium der Theaterregie an der Zürcher Hochschule der Künste entwickelte sie zahlreiche kollaborative Performance-Projekte. Ihre künstlerische Praxis untersucht Ambivalenzen und transformative Potenziale im Spannungsfeld von Körper und Macht, Repräsentation und Intimität. Wir danken der Behörde für Kultur und Medien Hamburg für die Förderung und finanzielle Unterstützung, K3 – Zentrum für Choreographie | Tanzplan Hamburg für die Bereitstellung von Proberäumen sowie allen Menschen, die dieses Projekt mit einer Spende unterstützt haben. Img.: Dagmar Bock, Frimousse Yacobi & Nicolas Bertrand Kakanou, Foto: Dyugo Bostanci
Performance mit Dagmar Bock, Nicolas Bertrand Kakanou & Frimousse Yacobi + Artist Talk moderiert von Martha Laraba Sambe Ort: M.Bassy e.V., Schlüterstrasse 80, 20146 Hamburg Einritt: 15,00 € (Ermäßigung bei Bedarf) Bitte reservieren via: production.anasalcido[at]gmail.com »Stop Dancing!« ist ein kollaboratives Tanzprojekt zwischen Dagmar Bock (Deutschland), Nicolas Bertrand Kakanou (Togo) & Frimousse Yacobi (Benin). Ausgangspunkt ist ein wiederholt gehörter Satz: „Stop dancing.“ – mal als Verbot, mal als Kommentar, mal als Grenze. Der Titel ist keine Anweisung, sondern eine Frage: Wer darf tanzen – wann, wo und wie lange? Und was passiert, wenn Bewegung unterbrochen wird? In einer Zeit, in der koloniale Kontinuitäten und globale Machtasymmetrien auch den Kunstbetrieb durchziehen, begegnen sich die drei Choreograph*innen und Performer*innen mit unterschiedlichen Geschichten und Erfahrungen sowie ungleichen Bedingungen in Bezug auf Mobilität, Sichtbarkeit und Zugang. Tanz wird dabei nicht als Lösung verstanden, sondern als Form des Fragens, des Erinnerns und des Aushaltens von Differenz. »Stop Dancing!« verhandelt Tanz als widerständigen Raum – als Ort für Unsicherheit, für Verantwortung und für die Frage, wie künstlerischer Dialog unter ungleichen Voraussetzungen möglich wird. Das Projekt wird in Kooperation mit der M.Bassy realisiert, ebenso wie der im Rahmen des Projekts stattfindenden Workshop »A Call to Art« – ein Workshop für von Rassismus betroffene Künstler*innen sowie für Künstler*innen, die soziale oder ökonomische Barrieren auf ihrem Weg zur Verwirklichung ihrer künstlerischen Vision erfahren. Konzept: Dagmar Bock Performance & Kreation: Dagmar Bock, Nicolas Bertrand Kakanou & Frimousse Yacobi Produktion: Sina Rundel Wir danken der Behörde für Kultur und Medien Hamburg für die Förderung und finanzielle Unterstützung, K3 – Zentrum für Choreographie | Tanzplan Hamburg für die Bereitstellung von Proberäumen sowie allen Menschen, die dieses Projekt mit einer Spende unterstützt haben. Img.: Nicolas Bertrand Kakanou, Dagmar Bock & Frimousse Yacobi, Foto: Dyugo Bostanci
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