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Jetzt kostenlos anmeldenBeethoven: Drei Werke, drei Lebensphasen, drei unterschiedliche Klangwelten Am Samstag, den 17. Oktober 2026 um 19.30 Uhr spannt das vielfach preisgekrönte ARIS Quartett im Konzertsaal des Rainer-Maria-Rilke Gymnasiums in Icking mit drei Werken aus unterschiedlichen Schaffensperioden des Komponisten einen weiten Bogen über seinen kammermusikalischen Kosmos. An diesem ausschließlich Beethoven gewidmeten Konzertabend hört das Publikum mit dem Streichquartett Nr. 1 op. 18/1 ein Werk aus der frühen Schaffensphase des Komponisten, anschließend das schon auf später verweisende, radikalere Nr. 11 op. 95 und schließlich als Höhepunkt das op. 131, eines seiner persönlichsten und visionärsten Spätwerke. Beethovens Streichquartette verlangen eine intensive Auseinandersetzung mit der Komplexität der Werke, höchste Virtuosität und Feinabstimmung in jeder musikalischen Sentenz. Genau dafür steht das vielfach ausgezeichnete Aris Quartett, das seit Jahren zur internationalen Weltklasse zählt und bis heute in seiner Originalbesetzung musiziert. Für seine ebenso tiefgründigen wie lebendigen und überzeugenden Interpretationen wird es weltweit gefeiert. Vor dem Konzert hat das Publikum die Gelegenheit, in einem Workshop von 17.00 Uhr bis 17.45 Uhr dem ARIS Quartett bei der Erarbeitung seiner Interpretationen über die Schulter zu schauen. Musikinteressierte erleben, wie durch Interpretation, Phrasierung und perfektes Zusammenspiel musikalische Aussagen entstehen. Das Quartett gibt Einblicke in das intensive künstlerische Ringen um den musikalischen Kern eines Werks und zeigt, wie es gelingt, das klassische Repertoire als unerschöpfliche Quelle für Neuentdeckungen zu durchdringen. Der Eintritt und Platzwahl für den Workshop sind frei. Ab 18.30 Uhr gibt es außerdem eine Einführung in die einzelnen Werke. Den Konzertauftakt macht das Streichquartett Nr. 1 op. 18/1, entstanden um 1800. Besonders sein zweiter Satz gibt bis heute Rätsel auf. Beethovens Freund Carl Amenda berichtete, Beethoven habe sich darin von Shakespeares Romeo und Julia inspirieren lassen – genauer von jener nächtlichen Szene, deren Aufführung seinerzeit von den Behörden verboten worden war. Was Beethoven zu dieser ungewöhnlichen musikalischen Darstellung bewegte, bleibt letztlich ein Geheimnis. Die Musik selbst spricht umso eindringlicher. Zehn Jahre später entstand das Streichquartett Nr. 11 op. 95. Brüche, überraschende Wendungen und harmonische Kühnheiten machen dieses Werk zu einem faszinierenden Vorboten des späten Beethoven. Der Komponist selbst bezeichnete es als „Quartetto serioso“, das er „für einen kleinen Kreis von Connaisseurs“ geschrieben hat. Zum Höhepunkt des Abends führt schließlich das Streichquartett op. 131, 1826 entstanden. Beethoven selbst hielt es für sein bestes Quartett – seine Aufführung sollte er allerdings nicht mehr erleben. Das siebensätzige Werk ist von einer einzigartigen inneren Spannung und Geschlossenheit. Richard Wagner hörte im langsamen vierten Satz „wohl das Schwermütigste, was je in Tönen ausgesagt worden ist“. In den beiden letzten Sätzen dagegen erkannte er „den Tanz der Welt selbst“ – zwischen wilder Lust, schmerzlicher Klage, Wollust und Leid. Drei Werke, drei Lebensphasen, drei völlig unterschiedliche Klangwelten – und ein Ensemble, das Beethoven mit außergewöhnlicher Intensität und musikalischer Souveränität zum Leben erweckt. Tickets für das Konzert gibt es unter https://www.klangwelt-klassik.de
super erhalten
an den Knien etwas dünn und ein Knopf muss deangenaht werden 98-122
locker bis 3 Tragbar