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Gedanken zur möglichen Bewerbung Hamburgs für Olympische Spiele – Pro & Contr

In den letzten Wochen wurde in vielen Diskussionen im Stadtteil und in den Medien immer wieder die Frage aufgeworfen, ob Hamburg Olympische Spiele ausrichten sollte. Für mich persönlich ist das ein Thema, über das ich nachdenke – und ich sehe sowohl positive Aspekte als auch große Risiken. Darum möchte ich hier meine Sicht teilen: Positive Aspekte einer Olympiabewerbung 1. Internationale Sichtbarkeit für Hamburg Hamburg würde weltweit als Gastgeberstadt wahrgenommen und könnte sich als moderne, sportbegeisterte Metropole darstellen. 2. Potenzielle Infrastruktur-Investitionen Sportstätten, Verkehrswege und öffentliche Einrichtungen könnten modernisiert werden. Das kann langfristig auch der Bevölkerung zugutekommen – sofern es gut gemacht wird. 3. Wirtschaftlicher Impuls In der Planungs- und Bauphase entstehen Arbeitsplätze, und während der Spiele könnten Besucher:innen lokale Unternehmen in Gastronomie, Einzelhandel und Hotellerie stärken. 4. Sportförderung und Gemeinschaft Ein sportlicher Großevent kann Menschen motivieren, aktiver zu werden, und Netzwerke aus Ehrenamt, Vereinen und Verwaltung stärken. Negative Aspekte & Risiken – warum ich skeptisch bin Trotz der positiven Seiten habe ich ernsthafte Bedenken, ob eine Olympiabewerbung für Hamburg sinnvoll ist. Diese sehe ich nicht nur theoretisch, sondern aus meiner eigenen Wahrnehmung heraus – basierend auf Erfahrungen mit großen Bauvorhaben und Planungsprojekten in der Stadt. 1. Schlechte Planung und Umsetzung bei großen Projekten In meiner Sicht hat Hamburg in der Vergangenheit bei vielen großen Bauprojekten schlechte oder falsche Entscheidungen getroffen. Oft wird zu teuer, unkoordiniert oder ineffizient geplant – Beispiele wie Verzögerungen, Kostenexplosionen oder mangelnde Qualität sind mir aus der Region bekannt. Das schafft für mich wenig Vertrauen, dass ein Riesenprojekt wie die Olympischen Spiele besser laufen würde. 2. Hoher Ressourcen- und Finanzbedarf Olympische Spiele sind extrem teuer – nicht nur in Planung und Bauten, sondern auch im laufenden Betrieb. Gerade in Zeiten, in denen viele Menschen Sorgen um öffentliche Gelder und Ressourcen haben, sehe ich nicht, warum wir so hohe Summen für ein einmaliges Ereignis ausgeben sollten. Viele dieser Ressourcen könnten langfristig in soziale Infrastruktur, Schulen, Radwege oder Energieeffizienz gesteckt werden – statt in temporäre Sportstätten. 3. Gefahr von „weißen Elefanten“ Ein großes Risiko ist, dass viele der neuen Sport- und Eventstätten nach den Spielen kaum genutzt werden. Wir kennen solche Fälle aus anderen Städten: große Hallen, Stadien oder Anlagen, die teuer gebaut wurden, aber später nicht im öffentlichen Interesse stehen oder Nutzungskonzepte fehlen. Das wäre für mich Geld und Fläche vergeudet. 4. Mangelnde Transparenz & Vertrauen Ich habe das Gefühl, dass bei wichtigen Stadtprojekten oft die Transparenz fehlt: Ein Beispiel, das viele beschäftigt, ist das Thema Heiligengeistfeld – wo es im Moment Streit zwischen Stadt, Investoren und Baufirmen gibt und viele Fragen offen sind. Wenn schon große Bauprojekte ohne klare Kommunikation schwierig sind, frage ich mich, wie es dann bei einem noch größeren Event aussehen soll. Mein Fazit Ich sehe durchaus Aspekte, die für Olympische Spiele sprechen – aber: 🔹 Die Risiken und Unsicherheiten überwiegen für mich persönlich. 🔹 Die Planung und Umsetzung großer Projekte in Hamburg hat mich bislang nicht überzeugt. 🔹 Ressourcen, Geld und Transparenz sollten meiner Meinung nach anders eingesetzt werden. Deshalb würde ich eine Olympiabewerbung nicht unterstützen, wenn sie nicht von Anfang an mit klaren Konzepten, echter Bürgerbeteiligung, konkreten Nutzungsplänen und vollständiger Transparenz begleitet wäre. Wenn jemand andere Erfahrungen, Perspektiven oder Gegenargumente hat, freue ich mich auf eine faire und sachliche Diskussion! ✌️ eure Elektriker Vlasti

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