Hallo zusammen,
Sicher sind wir nicht die einzigen, die vor dem Problem stehen, dass die Mutter nicht mehr alleine wohnen kann. Meine liebe Mutti ist körperlich bis vor kurzem noch topfit gewesen, hat sich aber bei einem Fahrradunfal die Schulter gebrochen, weshalb sie im Krankenhaus war... und jetzt in Kurzzeitpflege bis zur Reha.
Beim packen in Ihrere Wohnung ist mir sehr deutlich aufgefallen, was wir eigentlich schon längst hätten erkennen müssen: Sie alleine wohnen zu lassen ist keine Option auf lange Sicht! Unsere Mutter wird Dement. Zwischen den klaren Mometen gibt es leider auch viel Durcheinander, den sie hinter einer Oberflächlichen piniblen Ordnung versteckt. (Ich denke, wer sowas schon mal erlebt hat weiss, was ich damit meine).
Im Krankenhaus war sie im Zweibettzimmer mit einer alten Frau zusammen... die beiden haben Freundschaft geschlossen. Jetzt, in der Kurzzeitpflege ist sie wieder im Zweibettzimmer mit einer alten Dame ein Herz und eine Seele.
Aber sie wünscht sich (natürlich) wieder nach Hause zu kommen. Ein eigenes Zimmer, eine heimelige Wohnung, der Garten, die Nachbarschaft, in der man sich zurecht findet... ich möchte gerne alles dafür tun, dass das möglich ist.
In der Wohnung gibt es noch ein "übriges" Zimmer im ERdgeschoss, es gibt zusätzlich noch ein Wohnzimmer und einen weiteren großen, hellen Raum, sowie noch einen schönen Garten. Die Wohnung hat meine Mutter schon vor ein paar Jahren barrierefrei umbauen lassen. Sie liegt in einer der schönen Ecken von Dransdorf. Meine Idee ist es, eine Wohngemeinschaft ins Leben zu rufen, in der zwei alte oder eingeschränkte Menschen mit verschiedenen pflegerischen Ansprüchen sich ergänzen und unterstützen, natürlich mit sehr viel Hilfe von aussen durch die Kinder und von Pflegedienst bzw. anderen Dienstleistern.
Das ist erst mal nur eine Idee... hier möchte ich fragen, ob es Interessierte "Kinder" gibt, die an einer, ich sag mal "Kinderinitiative" Interesse hätten (Elterninitiative... aber eben umgekehrt).
In erster Linie soll das gemeinsame wohnen wohnlicher und damit lebensbejaender sein als im Pflegeheim und im Zweibettzimmer. Es wäre mal durch zu rechnen, ob das selbstorganisierte wohnen nicht auch einiges günstiger von den Kosten werden würde, als die Zuzahlung in einer Einrichtung. Ich glaube: Ja.
Ich breite hier mal nicht alle meine Ideen aus, würde mich aber gerne mit Interessierten zusammen setzen. Bitte gerne melden, wer Interesse am Austausch hat.
Kennt jemand solche Wohnmodelle? Bitte gerne auch melden... ich muss das Rad nicht neu erfinden. Gerne höre ich mir auch an, was andere so an ERfahrungen gemacht haben und berichten.
Vielen Dank und schönes Wochenende.
Karin Aldenhövel